Rotwein Italien

   
Bedingt durch den schwierigen Anbau sind die Weine generell recht teuer und werden sich daher nie zu einem Exportschlager entwickeln können. Die Region Apulien (italienisch ‚Puglia‘) mit der Hauptstadt Bari liegt tief im Süden an der adriatischen Küste. Im Gegensatz zu den anderen südlichen Regionen gibt es kaum Berge; die Landschaft besteht aus Hochebenen und Flachland. Es herrscht ein trocken-heißes Klima mit wenig Niederschlag vor. Vom Sporn bei Foggia bis zur Spitze des Stiefelabsatzes hinter Lecce erstreckt sich Apulien über vierhundert km. Apulien verfügt über die meisten Rebsorten im Süden Italiens, rund achtzig Prozent davon sind rote. 
Die feinsten Qualitäten Apuliens wachsen auf der HalbinselSalento. Das Salento umfasst das Gebiet der Provinz Lecce sowie den größten Teil der Provinzen Brindisi und Tarent. Dank der beiderseitigen Nähe des adriatischen Meeres und des Ionischen Meeres kühlen die Nächte hier in dem Maße ab, wie es für einen Qualitätsanbau nötig ist. Die Region Basilikata ist eine der kleinsten Weinbauregionen Italiens. 
Die Hauptstadt ist Potenza. Die Anbaugebiete sind höchst unterschiedlich. so zählen die Weinberge im Bereich Vulture zu den höchstgelegenen in ganz Europa. 
Das Rebland ist in viele tausend kleiner Parzellen, die häufig nicht einmal einen Hektar groß sind, zerstückelt. Diese Heterogenität macht eine Klassifizierung sehr schwer, so dass es bisher nur zwei DOC-Zonen gibt (die Zone Terre dell’Alta Val d’Agri gibt es erst seit dem Sommer 2003), aus denen etwa vier Prozent der Basilikataweine kommen. Mittlerweile zeigen einige Winzer das großartige Potential des Aglianico in der Basilikata und die Qualitätsbemühungen werden auch schon international honoriert. 
Der Aglianico del Vulture gehört zu den feinsten Rotweinen Italiens. Die Region Emilia-Romagna ist für ihren Parmaschinken und den Käse Parmesan bekannt, außerdem verfügt sie über achtundfünfzig Komma zwei vier Hektar Rebfläche, die auch das Grundmaterial für den ebenfalls berühmten Balsamico Essig liefert. Diese kulinarischen Genüsse stellen das Weinangebot deutlich in den Schatten. einzig der Lambrusco, der leicht schäumende Rotwein der Emilia, ist international bekannt. 
In der Region Romagna sind die Rebsorten Albana, Sangiovese und Trebbiano vorherrschend. Die daraus resultierenden Weine sind in der Regel leicht und einfach. Im Jahr zweitausendfünfzehn wurden in der Emilia-Romagna auf dreizehn Komma null sieben sechs ha Rebfläche 1.132.701 hl Qualitätsweine (DOC- und DOCG-Qualitäten) erzeugt.[2] Das Anbaugebiet Friaul-Julisch Venetien, meist nur kurz Friaul liegt zwischen Österreich, Slowenien und der Ebene von Venetien. Die Hauptstadt der Region ist Triest. obwohl die Zweig historisch unter wechselhaftem Einfluss gestanden hat und oft in Kriegshandlungen verwickelt war, wird seit der Antike durchgehend Wein angebaut. 
Durch verbesserte Kellermethoden wie die gekühlte Gärung ist die Gegend zur wohl besten Weißweinregion Italiens aufgestiegen, obwohl noch Rotwein angebaut wird. Die Unterregionen Collio, Colli Orientali del Friuli, Isonzo und Carso erzeugen die hochwertigsten und langlebigsten Weißweine. doch der herausragenden Stellung findet sich zunehmend Konkurrenz in Regionen, die erst seit kurzer Zeit Spitzenweine produzieren. Viele Winzer haben sich von den internationalen Sorten verabschiedet und ersetzen sie mehr und mehr durch die alten einheimischen, besonders den Friulano. 
In den autochthonen Sorten liegt das größte Qualitätspotenzial des Friaul. Die Region Kalabrien (italienisch ‚Calabria‘) mit der Hauptstadt Catanzaro mit vierundzwanzig Komma drei drei neun Hektar Rebfläche ist eines der ältesten Weinbau-Gebiete Italiens. noch vor einhundert Jahren lieferte Kalabrien gute Verschnittweine, und der Cirò war einer der bekanntesten Weine der Region. Misswirtschaft, Armut und Korruption führten zu Niedergang und Auswanderung. lasch kommt aber wieder Bewegung in den kalabrischen Weinbau. 
Die Aufbruchstimmung lässt sich mit der der vergangenen Jahre in Sizilien und Apulien vergleichen. Die Preisgestaltung ist noch moderat. Ein Viertel der Rebfläche ist mit der roten Rebsorte Gaglioppo bestockt. Die Region Kampanien (italienisch ‚Campania‘) mit einundvierzig Komma eins zwei neun Hektar Rebfläche mit der Hauptstadt Neapel ist eines der ältesten Weinbaugebiete Italiens. 
Hier entstand in der Antike unter anderem der Falerner. Das mediterrane Klima mit dem Einfluss des nahen Meeres, die schützenden Berge sowie Böden vulkanischen Ursprungs bieten eine ideale Basis für Weinbau, zum größten Teil werden Rotweine produziert. Besonders die rote Sorte Aglianico liefert insbesondere bei Avellino körperreiche, farbintensive und aromatische Rotweine. Daraus wird der lange Zeit einzige kampanische DOCG-Wein Taurasi gekeltert. Weitere Rebsorten sind Asprinio Bianco, Biancolella, Coda di Volpe, Falanghina, Fiano, Forastera, Greco Bianco und Piedirosso. Von der Wein-Gesamtproduktionsfläche entfielen 4.836 Hektar (Stand 2017) auf DOC- und DOCG-Weine,[2] aber die Qualitätsbemühungen der letzten Jahre tragen erste Früchte. Die Region Latium (ital. ‚ Lazio‘) mit der Hauptstadt Rom umfasst siebenundvierzig Komma acht acht vier Hektar Rebfläche. 
Sie liegt an der Küste des Tyrrhenischen Meeres und besitzt eine rund dreihundertzwanzig Kilometer lange Küste. Schon in der Antike gab es hier einen umfangreichen Weinbau und eine ausgeprägte Weinkultur. Das Gebiet lieferte für die Stadt des Römischen Reiches Speise und Trank. Das Klima ist an der Küste trocken und heiß und wird in das Landesinnere zunehmend kühler und feuchter. 
Außer in den Apenninen (mit dem mit zweitausendzweihundertsechzehn Meter höchsten Gipfel Monte Terminillo) werden fast überall Reben kultiviert. insgesamt sind zweihundert Sorten zugelassen, viele davon stammen von antiken Rebsorten ab. von Bedeutung sind aber nur ein Dutzend. um nahezu neunzig % werden Weißweine erzeugt, die auf dem oft vulkanhaltigen Boden besonders gut gedeihen. Besonders die Rebsorten Malvasia und Trebbiano mit zahlreichen Varietäten sind Bestandteil dieser Weine. Die wichtigsten roten Sorten sind Cesanese, Sangiovese und Montepulciano. Internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot gewinnen an Bedeutung. Ligurien mit der Hauptstadt Genua ist die nach dem Aostatal und dem Molise drittkleinste Region Italiens. 
Die Gesamtweinproduktion beläuft sich auf ca. 63.000 hl bei 1535 Hektar Rebfläche. (Stand 2016[6][7]) Über siebzig % der Produktion werden als DOC-Weine ausgebaut. dasjenige zerklüftete Gebiet zwischen Frankreich und der Toskana sowie die kleinen Einzelbesitzungen stellen schwierige Bedingungen für den Weinbau dar. Gleichwohl erlebt der süße Dessertwein der Cinqueterre, der Sciacchetrà, eine Renaissance. 
Im Bereich der Weißweine konzentriert man die Bemühungen auf die weißen Rebsorten Vermentino, Pigato und Bosco; im Bereich Rotwein auf die roten Sorten Rossese, Sangiovese und Dolcetto. Im Jahr eintausendneunhundertsiebzig wurden noch einhundertdreiundzwanzig Traubensorten gezählt; die meisten davon sind verschwunden. Der Weinbau hat auch in Ligurien schon lange Tradition, wie wir von Plinius dem Älteren erfahren können. Für die geschichtliche Entwicklung des Weinbaus in Ligurien sind zwei Elemente von entscheidender Bedeutung: das schwierige Gelände, das nur eine begrenzte Verfügbarkeit von Rebflächen bietet und auch im 19. Jahrhundert zu Landflucht führteeinfacher zu verdienendes Geld mit dem Anbau von Blumen und Gemüse in Treibhäusern. 
Trotz des eher geschäftigen Eindrucks dieser bevölkerungsreichsten Area Italiens rund um Mailand spielt der Weinbau keineswegs eine untergeordnete Rolle. Mit ca. 1,6 millionen Hektoliter Menge aus sechsundzwanzig Komma neun fünf eins Hektar Rebfläche werden bekanntere Regionen wie Friaul oder Umbrien deutlich in den Schatten gestellt. Aufgrund seiner Größe und Diversifizierung gelingt es der Region jedoch nicht, ein Qualitätsimage wie zum Beispiel in der Toskana oder im Piemont aufzubauen. 
Die wichtigsten Weinbauregionen in der Lombardei sind das Valtellina, Oltrèpo Pavese sowie Franciacorta Die DOCGs Franciacorta und Oltrepò Pavese metodo classico gelten nur für Schaumweine. Der DOCG Valtellina Superiore darf nur diese Bezeichnung tragen, wenn er zu mindestens neunzig Prozent aus der Rebsorte Nebbiolo (lokal auch Chiavennasca genannt) hergestellt wird und aus einem klar definierten Gebiet stammt. Zu diesem zählen die fünf Unterzonen Sassella, Grumello, Inferno, Maroggia und Valgella. Dazu ist 2007 der Oltrepo Pavese nur als Schaumwein in Methode Classico und weiß gekeltert aus den Rebsorten Pinot Noir (mind. 70 %) und Chardonnay hinzugekommen. Die italienische Region Marken (ital. ‚ Marche‘) umfasst vierundzwanzig Komma fünf neun Hektar Rebfläche verteilt auf vier Provinzen mit dreizehn DOC-Zonen, fünf DOCG-Zonen und einer IGT. Hauptstadt ist Ancona. 
Die Region liegt in Mittelitalien an der adriatischen Küste, im Westen grenzen die Regionen Toskana und Umbrien an. Der Verdicchio ist der berühmteste Weißwein der Marken. Die autochthone, weiße Rebsorte stammt vermutlich von der Greco-Trebbiano-Familie ab. In den letzten fünfzehn Jahren hat sich die Rebfläche um ca. zwanzig % verkleinert. Die Zahl der Winzer nahm ebenfalls stark ab; über neunzig % der Winzer haben weniger als zwei ha und produzieren überwiegend für den Eigenbedarf. Das adriatische Meer und das im Westen liegende Gebirge der toskanischen Apenninen schaffen ein kühles, gemäßigtes Klima. 
Die Weingärten liegen fast ausschließlich auf Hängen mit häufig lehmhaltigem Boden. Die häufigsten Sorten sind die weißen Trebbiano, Maceratino, Pecorino, Verdicchio, Pinot Blanc, Pinot gris und Malvasia sowie die roten Sangiovese, Montepulciano, Lacrima di Morro und Vernaccia di Serrapetrona. Je zur Hälfte werden Rot- und Weißweine produziert. Fast die Hälfte der Weinproduktion kommt aus der Provinz Ascoli Piceno,
dreißig Prozent kommt aus der Provinz Ancona. Die wichtigsten Anbaugebiete sind der Verdicchio dei Castelli di Jesi (41 %), der Rosso Piceno (27 %) und der Falerio dei Colli Ascolani (7 %). 
Die Jahresproduktion beläuft sich auf ca. 1,6 Millionen hl. I Das Piemont ist Italiens zweitgrößte Verwaltungseinheit und liegt im Nordwesten Italiens.[8] Hauptstadt des Lands am „Fuß der Berge“ (= Übersetzung des Namens Piemont oder Piedmont) ist Turin. in den Provinzen Alessandria, Asti, Cuneo, Torino und Vercelli stehen siebenundvierzig Komma drei eins vier Hektar Rebfläche zur Verfügung auf denen 2.402.000 hl Wein erzeugt wird. (Stand 2016[9][7]) Der durchschnittliche Anteil an Qualitätsweinen beträgt etwa neunzig %. Piemont ist weinbautechnisch in vier Unterbereiche gegliedert: Piemonte „L’Astigiano“, Piemonte „Le Langhe“, Piemonte „Il Monferrato“ und Piemonte „Il Nord“. Insgesamt verfügt das Piemont über achtundfünfzig DOC- und DOCG-Gebiete. 
Im Jahr 2016 wurden im gesamten Piemont auf 28.800 ha 1.969.228 hl Qualitätswein produziert.[2] Schwerpunkt des Weinanbaus ist die Region der Langhe, eine Hügellandschaft in der Nähe der Stadt Alba, ebenfalls Heimat der weißen Trüffel. hier werden der Barolo sowie der Barbaresco, zwei der großen Weine Italiens, erzeugt. beide Weintypen haben in den letzten Jahren große Veränderungen durchgemacht. Die fortschrittlichen Erzeuger bereiten weiterhin großartige Weine, die jedoch zugänglicher und ausgeglichener als früher sind. Der unkomplizierte Dolcetto ist weiterhin sehr beliebt und gewinnt stetig an Profil wie Qualität. 
Krönung der Arbeit ist sicherlich die Billigung des Dolcetto di Dogliani zum DOCG-Wein im Juli zweitausendfünf und des Dolcetto di Ovada Superiore im September zweitausendacht Im Piemont haben die bedeutendsten Vermouth-Hersteller der Welt ihren Sitz. Das Trank besteht zu mindestens siebzig % aus Wein. Die bekanntesten Hersteller sind Martini & Rossi, Cinzano, Carpano, Gancia, Riccadonna und Cora. Sardinien hat eine Rebfläche von dreiundvierzig Komma drei drei eins Hektar. Die südliche Lage im Mittelmeer sichert reichlichen Sonnenschein. Besonders an der Südküste gibt es viel Trockenheit, deshalb ist oft eine künstliche Bewässerung erforderlich. Neue Weinberge werden oft im Windschatten von Bergen oder Bäumen angelegt. Die Temperaturen sind aber in den verschiedenen Teilregionen der Insel sehr unterschiedlich. 
so entstehen im kühleren Norden (Gallura, Anglona und Alghero) vor allem frische, fruchtige Weißweine mit schöner Säure und Duftigkeit; die warme Süd- und Westseite der Insel bietet Rot-, Weiß- und Dessertweinen gute Bedingungen. Die Produktion wird weitgehend von großen Genossenschaften beherrscht. Zu zwei Dritteln werden Rotweine und zu einem Drittel Weißweine erzeugt. Sizilien ist mit knapp neun Prozent der gesamten Landfläche Italiens die größte Region und mit einhunderteins ha Rebfläche (Stand 2014[10]) das größte Weinbaugebiet des Landes.[8] Bis Mitte der 1990er Jahre war die Insel im Ausland in erster Linie für den Süßwein Marsala bekannt. ein Großteil der übrigen Weinproduktion wurde als Fasswein in die bekannten Weinregionen Europas verkauft, wo er als Verschnittwein zur Aufbesserung bzw. 
Vermehrung der dortigen Produktion diente. Für lange Zeit wurden die Rotweine der Insel nicht nach ihrem Herkunftsort oder der Rebsorte benannt, sondern nach dem Hafen, von wo sie verschifft wurden (Marzamemi, Scoglitti, Riposto).[11] ein weiterer Detail der Produktion wurde außerdem für die Destillation von Alkohol und die Herstellung von Traubenmost verwendet. Erst Ende der 1990er Jahre setzte eine Vermarktung sizilianischer Weine ein, die auch den Namen der Insel trugen. Nachdem man zunächst auf den Anbau internationaler Rebsorten gesetzt hatte, um die internationalen Märkte zu erschließen, entdeckten die Winzer heimische Rebsorten, vor allem den heute international bekannten Nero d’Avola wieder. Letzter gilt aktuell als die bedeutendste Rebsorte Siziliens und steht dort auf achtzehn Hektar Rebfläche (2013).[12] Zahlreiche andere traditionelle oder autochthone Rebsorten wie Zibibbo, Catarratto, Grillo, Frappato, Perricone, Carricante oder Inzolia werden heute unter ihrem Namen ausgebaut und sind zusammen mit der Nennung der bekannter werdenden Anbaugebiete (z. B. Etna) Symbol für die Vielfalt der Weinregion Sizilien. 
Seit zweitausendfünf ist der Cerasuolo di Vittoria der erste DOCG-klassifizierte Wein Siziliens. Die Anbauflächen für DOC/DOCG-Weine machen etwa zwölf Prozent der Gesamt-Rebfläche (ca. 15.000 ha/Stand 2017)[2] aus. 
Tags: Rosso Italia

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