Weißwein Chardonnay

    
Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten mittelgroß. Die Blattoberfläche ist leicht blasig. Unterschiede im Blatt, Stielbucht und Traube von Chardonnay, Pinot Blanc und Auxerrois: Blatt - Chardonnay U- bis V-förmig offene und nackte (beidseitig von Nerven begrenzt) Stielbucht von ChardonnayPierre Galet beschrieb 1958 erstmals das unverwechselbare Merkmal der blattgewebefreien Stielbucht dem Chardonnay zu und trennt ihn hiermit von Weissburgunder und Auxerrois als eigene Sorte.[12 ] Die walzenförmige Traube ist selten geschultert, mittelgroß und dichtbeerig (aber lockerbeeriger als Pinot Blanc). 
Die Beeren sind rund bis leicht oval, dünnschalig mit weichem Beerenfleisch und haben eine grüngelbe bis bernsteinerne Farbe.[13][14][15] bei der Traubenreife sind die Unterschiede zu Weißburgunder erkennbar. Chardonnay reift etwas früher und hat lockere Trauben und die Beerenfarbe ist grüngelb bis bernsteinfarbig. Weißburgunder hat meist dichtere Trauben und Beeren, welche grün bis gelb gefärbt sind. Die Unterschiede sind aber von den verwendeten Klonen abhängig.
Der Wein zeichnet sich vor allem durch Körperreichtum (hoher Extraktgehalt) aus. dessen Aroma ist weniger charakteristisch als das eines Rieslings oder Gewürztraminers und wird daher häufig als neutral bezeichnet. 
Die beste Weinqualität bringt die Sorte erst bei höherer Reife. 
Bei ungenügender Traubenreife werden die Weine dünn und grasig. 
daher besitzt ein guter Chardonnay stets einen verhältnismäßig hohen Alkoholgehalt von dreizehn Vol.-% und höher. Als einer von wenigen Weißweinen kann der Chardonnay vom Ausbau in Eichenfässern profitieren. 
Ein guter Chardonnay lebt von seiner Komplexität, die nur in besonderen Lagen mit kalkreichen Böden entsteht. Je nach Klima und Terroir können aus den Trauben sehr unterschiedliche Weine entstehen. Weinausbau/Geschmack: 
Weltweit wird Chardonnay in verschiedenen Stilrichtungen ausgebaut. 
Vergoren wird Chardonnay nahezu ausschließlich trocken. Der Bezeichnung "klassischer" oder "internationaler" Ausbau werden in der Literatur verschieden verwendet. Gehobene Qualitäten besitzen meist reichlich Alkohol und Extrakt, sie sind stoffig und nachhaltig. Ausbau im kleinen Eichenfass (Barrique) : 
Dieser ist bei der Sorte sehr verbreitet, da sich der Wein dazu gut eignet und an Qualität gewinnen kann. Dafür eignen sich allerdings nur hochwertige Grundweine. Beim Ausbau im Holzfass durchläuft der Wein den biologischen Säureabbau (nicht immer) und wird dabei in der Jugend geschmeidiger. 
Im Barrique ausgebaut, ergänzen Holzaromen (Vanille, Rauch) die primären Fruchtaromen. Früher waren die Weine oft sehr vom Holz betont. Heute setzt man die Holzaromen durch kürzere Verweildauer in den Barrique bzw. 
geringere Toasting und Holzherkünfte nur mehr mäßig ein. Ausbau im Stahltank: Der Ausbau im Stahltank betont die fruchtigen Noten der Sorte und die Säure tritt prägnanter/mineralischer hervor. Meist wird hier kein biologischer Säureabbau durchgeführt, da sonst die fruchtigen Noten verloren gehen. Gegen Schweif des zwanzig Jahrhunderts wurde die Sorte (wobei der wohlklingende Name mit entscheidend war) weltweit bekannt und zur Modesorte stilisiert. 
Bis etwa Mitte der 1990er Jahre waren vollmundige, eichenwürzige sortenreine Weine groß in Mode. entfernt dieser Zeitraum ging der Trend in Richtung eher schlanker, ansprechenderer Weine mit deutlich weniger Barriquenote oder ohne Holzausbau. Um die Jahrtausendwende erreicht die Flächenausweitung der Sorte ihren Höhepunkt. Seitdem vergrößert sich die Anbaufläche - mit Unterschieden in den Ländern - nicht mehr. Weltweit waren 2010 ca. 200.000 ha Rebfläche mit Chardonnay bestockt. dass liegt die Typ in der Rangliste der meist angebauten Rebsorten auf Platz fünf (2010).[1] Wegen der großen Ähnlichkeit mit der Sorte Pinot Blanc wurde früher in manchen Ländern bei der Flächenerfassung der Weingärten kein Unterschied zwischen Chardonnay und Pinot Blanc gemacht, sodass statistisches Zahlenmaterial bis in die 1980er Jahre unzuverlässig ist. in Italien beispielsweise wurden erst eintausendneunhundertachtundsiebzig ernsthafte Erhebungen begonnen, um den Anteil von Chardonnay in den Weingärten zu bestimmen bzw. vom Pinot Bianco zu trennen. daher taucht der Chardonnay in italienischen Statistiken erst ab den frühen 1980er Jahren auf. in Österreich wurde beide Sorten noch bis zur Weingartenerhebung eintausendneunhundertneunundneunzig in Summe erfasst. 
In Deutschland wurde Chardonnay erst 1994 vom Bundessortenamt zum Anbau zugelassen. Chardonnay ist eine der dominierenden Rebsorten des Burgund, obwohl die bestockte Rebfläche nur etwa einem Drittel der des Spätburgunders (Pinot Noir) entspricht. Neben dem Chablis wird sie überwiegend an der Côte d'Or - dort hauptsächlich an der Côte de Beaune - 
sowie an der Côte Chalonnaise und im Mâconnais angebaut. Höchste Qualität erreicht die Rebsorte in den acht Grand Cru Lagen der Côte d'Or, in der sie zum Anbau zugelassen ist. 
Neben den Lagen Le Montrachet, Criots-Bâtard-Montrachet, Bâtard-Montrachet, Chevalier-Montrachet und Bienvenue-Bâtard-Montrachet wird sie auch in den Toplagen Charlemagne, Corton-Charlemagne und Le Musigny angebaut. Die Weißweine dieser Lagen zählen zu den renommiertesten, teuersten und exklusivsten dieser Welt und galten lange als Vorbild vieler Winzer der neuen Welt. 
Die Weine haben meist über einen höheren Alkoholgehalt als in den übrigen Lagen des Burgunds, der häufig über dreizehn Vol.-% liegt und überzeugen durch eine Fülle von Aromen. Die Weine der Grand Cru Lagen benötigen eine mehrjährige Flaschenlagerung zur Entwicklung des typischen Bouquet. 
Südlich der Côte d'Or schließen sich die Weinbauregionen der Côte Chalonnaise und des Mâconnais an. Die bedeutendsten Weinbaugemeinden der Côte Chalonnaise sind Mercurey, Montagny-lès-Buxy und Rully. Die besten Erzeuger erzielen dort Qualitäten, die denen der Côte de Beaune nur wenig nachstehen. Die wichtigsten Weinbaugemeinden des Mâconnais liegen nur unweit der Stadt Mâcon. Bedeutendste Appelation dieser Region ist die international bekannte Herkunftsbezeichnung Pouilly-Fuissé. Die Reben wachsen dort zu Füßen der Felsenklippen von Solutré und Vergisson, die das Ende eines Kalkstein-Plateaus markieren, auf dem alle Burgunder mit Ausnahme des Beaujolais wachsen. Die Weine von Pouilly-Fuissé fanden lange Zeit reißenden Absatz in den Vereinigten Staaten. 
Die daraus resultierende Mangelsituation führte zu einem Preisniveau, das sich dem der Grand Cru Weine der Côte d'Or näherte. Einfache Mâcon-Weine sollten binnen 2-3 Jahre nach der Ernte getrunken werden, da sie ansonsten ihren fruchtig-frischen Charakter verlieren. Dieser Weintypus galt den großen Massenerzeugern in Südafrika, Argentinien und Kalifornien als Vorbild ihrer eigenen Produkte. Die Grand Cru Weinlagen von Chablis. 
Von links nach rechts - Les Preuses, Vaudésir, Les Grenouilles (in der Nähe des Hauses, der Moulin des Croix), Valmur, Les Clos, Blanchot sowie jenseits des Tals Vallée de Brechain, die Premier Cru Lage Montée de Tonnerre. Der Chardonnay ist die einzig zugelassene Rebsorte des sortenrein ausgebauten Chablis. Der Name war insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren sehr bekannt und galt in dieser Zeit als Synonym eines trocken ausgebauten Weißweins. 
Vor der Einführung des Markenschutzes für den Namen Chablis bedienten sich insbesondere australische und kalifornische Winzer dieses Namens auf dem Flaschenetikett, um mit dem griffigen Namen ihre trockenen Weißweine selbst anderer Rebsorten zu vermarkten. Das Weinbaugebiet Chablis mit dem Status einer geschützten Herkunftsbezeichnung, befindet sich am Rand des Pariser Beckens. Durch Verwerfungen sind an dieser Stelle die Böden des ErdzeitaltersKimmeridgium aufgeschlossen. Im Kalkgestein des Kimmeridgium befinden sich zahlreiche Einschlüsse versteinerter Muscheln. Höchste Qualitäten werden in den sieben Grand-Cru-Lagen des Chablis erzeugt. Die Lagen Blanchots, Bougros, Les Clos, Grenouilles, Preuses, Valmur und Vaudésir befinden sich unweit des Städtchens Chablis in Hanglage über dem Fluss Serein. 
Eine Besonderheit dieser vom Bodentypus und vom Mikroklima begünstigten Lagen liegt im Ausbilden des "goût de pierre à fusil", eines Aromas vom Feuerstein. Ein weiteres Charakteristikum des Weinbaugebiets ist seine nördliche Lage mit einem kühlen Weinbauklima. Dieses Klima erhält dem Chardonnay eine ausgeprägte Säure, die der Winzer meist zugunsten der Fruchtigkeit im Wein belässt. Die Weine werden daher meist im Edelstahltank ausgebaut und durchlaufen nicht die malolaktische Gärung. Die stahlige Säure, die stark vom vergleichsweise hohen Anteil der Äpfelsäure bestimmt wird, ist einer der Markenzeichen des Chablis und verleiht dem Weißwein eine gute Langlebigkeit. 
Die Weingärten der Champagne liegen zwischen 48° und 49,5° nördlicher Breite an der Nordgrenze des französischen Weinbaus. Das Klima ist semi-kontinental mit ozeanischen Einflüssen. Im Anbaugebiet Champagne ist der Chardonnay neben den Pinot Noir und Pinot Meunier eine der drei wichtigen Rebsorten. Der Großteil der Rebfläche befindet sich in den Départements von Aube und Marne. Zusammen mit dem nahegelegenen Chablis steht hier nahezu die Hälfte der mit Chardonnay bepflanzten Anbaufläche Frankreichs. 
Insbesondere die Kalksteinböden der Côte des Blancs entlang der Marne eignen sich hervorragend zum Anbau dieser Sorte. Die Belemnit-Kreide aus der Oberen Kreidezeit findet sich im Herzen des Anbaugebietes zwischen der Montagne de Reims und der Côte des Blancs. Der Boden speichert die Feuchtigkeit sehr gut, leitet aber überschüssiges Wasser ebenso gut nach unten ab. 
Die bedeutendsten Weinbaugemeinden der Côte des Blancs sind Avize, Cramant und Le Mesnil-sur-Oger. Während die Rebflächen in Avize vergleichsweise leichte Weine hervorbringen, kommen aus Cramant die aromatischsten Grundweine der Côte des Blancs. in Le Mesnil-sur-Oger ist der Säuregehalt
in der Regel höher als in den umliegenden Gemeinden. 
in dieser Region entstehen auch die meisten Blanc de BlancsChampagner, also Schaumweine die ausschließlich aus weißen Trauben hergestellt werden. Die Grundweine aus Chardonnay bringen Finesse in den Cuvee, sofern auch Beeren von Pinot Noir und/oder Pinot Meunier verwendet werden. 
daneben den bereits genannten Region im Norden Frankreichs verfügt die Weinbauregion Languedoc über die größten Chardonnay-Bestände. 
Ursprünglich wurde der Chardonnay fast ausschließlich im Umfeld der Stadt Limoux angebaut. Zusammen mit der Leitsorte Mauzac ist die Sorte ein wichtiger Bestandteil des Schaumweins Blanquette de Limoux. Gleiches gilt für den Crémant de Limoux. Mittlerweile geht ein bedeutender Teil der auf mehr als neuntausend ha angebauten Sorte in den populären Vin de Pays d'Oc. 
Ziel bei der Schaffung dieses Landweins war es, sortenreine Weine international bekannter Rebsorten in ausreichend großen Mengen erzeugen zu können. Kalifornien ist das zweitgrößte Anbaugebiet von Chardonnay. vierzig Komma acht vier sechs ha Rebland sind mit dieser Rebsorte bepflanzt. Fast die Hälfte der kalifornischen Bestände ist in den CountysSonoma, Napa sowie Monterey konzentriert. bis Kalifornien spielen noch die Staaten Oregon und Washington eine Rolle.[1] erste Anzeichen eines erfolgreichen Anbaus des Chardonnay in Kalifornien kamen aus einer Region, die heute der Herkunftsbezeichnung Livermore Valley AVA entspricht. 

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